23. Weihnachten

19. Dezember 2020

Es war kurz vor Heiligabend im Jahr 2020, als die Flamingo-Storch-Familie gemeinsam den Tannenbaum schmückte. Jeder hing die Kugeln in seiner Lieblingsfarbe auf: Frido die grünen Kugeln, Storchi die Orangenen, Flori die Blauen, Fanni die Gelben und Filo die Roten.

Nachdem der Tannenbaum bunt geschmückt war, ging Frido in den Keller und kehrte nach kurzer Zeit mit einem Karton zurück. „Papa, was ist denn da drin?“, fragte Flori neugierig. Frido sagte erstmal nichts, sondern stellte den Karton ab, öffnete ihn und holte ganz vorsichtig ein Häuschen aus Holz heraus. „Ist das ein Puppenhaus?“, fragte Fanni. „Nein Kinder“, es hat zwar die Größe eines Puppenhauses, aber es ist ein Stall. Und dazu gehören auch noch die Figuren hier.“ „Aber was hat denn ein alter Stall mit Weihnachten zu tun?“, wollte Filo wissen. „Ihr sagtet doch, Weihnachten sei das Fest der Liebe.“ Frido zwinkerte Storchi zu. „Magst du es ihnen erklären?“ „Also Kinder“, begann Storchi zu erzählen, „an Weihnachten feiern wir den Geburtstag von Jesus. Es war vor ungefähr 2000 Jahren, als seine Eltern, Maria und Josef gerade auf dem Weg nach Betlehem waren.“ Während Storchi sprach, holte sie die Figuren aus dem Karton heraus, damit sie die Kinder berühren konnten. „Als es am Abend dunkel wurde, fanden die Beiden keine Herberge und kamen deshalb in einem Stall unter. In dieser Nacht ist Jesus geboren.“ „Ich verstehe das nicht“, sagte Flori mit runzelnder Stirn. „Wenn Jesus vor tausenden von Jahren geboren wurde, dann ist er doch schon längst tot. Warum feiert also die ganze Welt seinen Geburtstag, wenn er nicht mal mitfeiern kann.“ „Ich weiß Kinder“, sagte Storchi, „das ist schwer zu verstehen. Ich denke, diesen Teil kann euch euer Papa besser erklären.“ Daraufhin schloss Frido seine Augen und begann langsam zu sprechen: „Wir feiern den Geburtstag von Jesus, weil es uns hilft, uns daran zu erinnern, wer wir wirklich sind.“ „Aber wie meinst du das, Papa? Ich bin doch Flori, nicht mehr und nicht weniger!“ „Genau, und ich bin Fanni!“ „Ja, und ich bin Filo!“, plapperten die Kinder nacheinander dazwischen. „Ja da habt ihr recht, aber ihr seid noch viel mehr. Tief in eurem Inneren wohnt eine Kraft namens Liebe. Ihr seid diese Liebe – Deshalb feiern wir Weihnachten. „Aber, aber“, begann Flori ganz aufgeregt zu stottern, „wenn Weihnachten das Fest der Liebe ist und wir Liebe sind, heißt das etwa…“ „Genau, das heißt, der Grund, warum wir Weihnachten feiern, sind wir“, unterbrach ihn Frido. „Jetzt habt ihr es verstanden.“ „Nein, ich habe es noch nicht verstanden“, sagte Filo. „Was hat Jesus damit zu tun, wenn wir Weihnachten für uns feiern?“ In diesem Moment schaute Frido zu Storchi herüber. Sie verstand den Blick und redete weiter: „Jesus war derjenige, der dieses Geheimnis entdeckt hat. Er konnte nicht anders, als all den Menschen, die sein Leben berührten, seine Liebe zu schenken. Denn er spürte, dass jeder Mensch Liebe ist. Storchi hatte den Satz gerade zu Ende gesprochen, da rollte Fanni eine dicke Träne über den Schnabel. „Aber Liebling, warum weinst du denn?“, fragte Frido ganz besorgt. „Naja, wenn Jesus gespürt hat, dass jeder Mensch Liebe ist, heißt es doch nicht automatisch, dass es auch für Flamingo-Störche gilt. Frido wischte Fanni die Träne vom Schnabel und redete weiter: „Jesus hat noch mehr entdeckt.“ „Was denn noch?“, fragte Flori. „Dass die Liebe überall ist. Sie ist in allen Tieren, in allen Pflanzen, ja auch in allen Gegenständen dieser Welt. Und natürlich auch in Flamingo-Störchen.“ „Puuhh, dann bin ich ja beruhigt“, sagte Fanni.
Gemeinsam stellte die Flamingo-Storch-Familie nun die Figuren in den Stall und war voller Vorfreude auf das Weihnachtsfest.

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